Mangbetu's Basenji

"Der Basenji macht nie etwas einfach nur so ..., alles und jedes hat seinen Sinn oder Grund."

Herkunft und Geschichtliches


Der Basenji zählt zu den urtümlichen Hunden, den Pariahunden bzw. Schensihunden. Dabei handelt es sich um primitive Haushunde aus den tropischen Gebieten rund um die Erde, denen zwar erlaubt wurde innerhalb der menschlichen Siedlung zu leben, aber nicht gefüttert wurden und sich selbst durchbringen mussten. So ernährten sie sich nicht nur von selbst gejagtem Wild sondern auch von menschlichen Abfällen und von Aas.

 

Es wird angenommen, dass er entweder vom ägyptischem Tesem abstammt oder von dessen Vorfahren. Das Erscheinungsbild ist jedenfalls dem des Tesem sehr ähnlich. 

ägypt. Tesem

Basenji

Abbildung aus dem Grab Antefas II. (ca. 2300 v. Chr.)


Als Geschenk der Untertanen aus dem Gebiet der Nilquellen soll er vor 4000 Jahren in die Hände der ägyptischen Pharaonen gekommen sein. Der Name Basenji stammt aus der Bantu und bedeutet ungefähr: „kleines wildes Ding aus dem Busch“, was in der Lautsprache der Pygmäen wie „Basenschi“ klingt.




Als Tributzahlung wurden dem Pharao in Form von Hyänen (oben) auch Jagdhunde überbracht, so ist neben den stehohrigen Tesems ein hängeohriger Laufhund zu sehen. 5. Dynastie.

Zeichnungen dieses Hundetypes wurden in ägyptischen Pyramiden gefunden. Nachdem die ägyptische Hochkultur versank, nahmen sich einzelne Stämme im ganzen Kongo diesen Hunden an. Und auch heute  jagen und leben die Basenjis noch mit den Pygmäen im Regenwald, da diese Hunde nicht nur ein sehr scharfes Auge haben, sondern auch auf eine Entfernung von 80m wittern können. Zudem ist der Basenji ein stummer Jäger, weswegen man ihm häufig eine kleine Glocke umhängte.


1868/71 entdeckte der deutsche Afrikaforscher Georg Schweinfurth, ihm auffallende Hunde im Gebiet Bahr-el-Ghasal (Südsudan - Tschad) als Jagdhelfer bei den Niam-Niam, Azande und Mangbetu, im Herzen von Afrika. Die Basenjis wurden mit nach Europa gebracht, um dort eine eigene Zucht zu beginnen.



Leider erlagen die ersten Exemplare der Staupe, da die Basenjis keine natürlichen Abwehrkräfte gegen diese Krankheit hatten.  

      

Erst im Jahre 1937 gelang der englischen Züchterin Mrs. Burn mit dem im Jahre zuvor aus dem Kongo importierten Zuchtpaar “Bongo of Blean” und “Bokoto of Blean” der erste in England gezeugte Basenji - Wurf. Auch war es Mrs. Burn zu verdanken, dass der Basenji seinen heutigen Namen erhielt. Als die Jungtiere dann im gleichen Jahr zum ersten Mal ausgestellt wurden, war der Andrang des Publikums so groß, dass die Polizei eingesetzt werden musste, um die neugierigen Massen an den Boxen mit den Basenjis vorbei zu leiten. Deshalb ist die Zuchtgeschichte des Basenjis in Europa nur kurz. Wahrscheinlich gilt er deshalb als besonders gesund im Vergleich mit europäischen Rassen.

      

In den USA gelang die erfolgreiche Zucht erst seit 1941 und bereits 1943 erkannte der AKC den Basenji als eigenständige Rasse an.


Noch heute werden hin und wieder Basenjis aus Afrika importiert um so den kleinen Genpool aufzufrischen mit dem Ziel genetisch-bedingte Erkrankungen bzw. Risiken zu minimieren.